HPG Guerillas: Die faschistischen türkischen Kräfte werden verlieren

HPG Guerilla Lezgin Botan

HPG Guerilla Lezgin Botan | Foto: ANF

KURDISTAN – Am 30. August begann die türkische Armee eine Militäroperation mit tausenden Soldaten in den ländlichen Gebieten von Çelê (Çukurca) der Region Colemêrg (Hakkâri). Die türkische Regierung verkündete, dass dies die größte und weitreichendste Operation in der Geschichte des Kampfes gegen die PKK sei.

Die HPG (Hêzên Parastina Gel – Volksverteidigungskräfte) und YJA-Star (Yekîtîya Jinên Azad-Star – Verband der freien Frauen-Star) Guerillas reagierten auf die Operation mit einem historischen Widerstand und starken Gefechten gegen die türkischen Besatzungstruppen.

Angesichts des starken Widerstandes der Guerilla zogen sich die türkischen Truppen verzweifelt in ihre Außenposten zurück und gaben die Operation auf. Die türkische Armee sieht sich einer massiven psychologischen Niederlage gegenüber, nachdem ihre Einheiten täglich durch die Guerilla Verluste erlitt.

Letztlich hat die Guerilla das türkische Kommando dazu gebracht zuzugeben, dass sie „… einen Krieg auf Leben oder Tod in Çelê führen“. Es bleibt zu fragen, wie die türkische Armee, die kampfunfähig ist, einen Kampf auf Tod oder Leben führen will.

Trotz der harten Rückschläge in Çelê startete die türkische Armee am 5. Oktober eine noch umfangreichere Operation in der Region von Ertuş. An der Militäroperation, in den von der kurdischen Guerilla gehaltenen Gebieten, nehmen über 30.000 Soldaten, sowie Unmengen an militärischem Gerät teil, welche aus anderen Städten und Orten wie Kayseri und Eskişehir herangebracht worden sind. Auch hier brechen seit Tagen enorme Gefechte aus, gleichzeitig wurde das Operationsgebiet noch vergrößert.

„WIR FÜHREN EINEN REVOLUTIONÄREN KAMPF“

HPG Guerilla Lezgin Botan: Die Isolation Apos (Abdullah Öcalan) ist ein wichtiger Grund unseres Kampfes. Die Möglichkeit der Kommunikation mit unserem Vorsitzenden ist eines unserer Ziele. Wir, all unsere Freund*innen hier, versprechen unserem Volk, dass unser Kampf uns Sekunde um Sekunde näher an die Revolution führt. Die türkische Armee hat heftige Gefechte bei Ertuş versucht und wird dies auch weiterhin tun. Sie versuchen ein Bild zu vermitteln, als ob sie große Erfolge erzielen, dabei erleiden sie in Wahrheit große Rückschläge und Verluste. Vielleicht werden wir die Revolution nicht mehr miterleben, doch wir versprechen den Menschen, dass sie mit unseren Freund*innen den Weg dorthin weiter gehen werden und das unsere Freund*innen bis zum letzten Tropfen Blut Widerstand leisten werden. Wir reagieren nicht einfach nur auf die Operationen der türkischen Armee in Ertuş, Çele und anderen Gebieten Kurdistans. Wir führen hier einen revolutionären Kampf.

„ES WIRD EIN UMFASSENDER KRIEG GEFÜHRT“

HPG Guerilla Şoreşger Herekol: Im Kriegsgebiet hat die türkische Armee schwere Verluste erlitten. Dort wird ein umfassender Krieg geführt. Die türkischen Soldaten kämpfen mit ihrer hochmodernen Technik, aber gegen die Kampftaktik der Guerilla haben sie auch damit keine Chance. Wir lassen ihre Angriffe ins Leere laufen, während die türkische Armee schwere Verluste einsteckt. Sie wollen uns so angreifen, wie es Daesh/der IS in Kobanê tat, aber es sie vergessen, dass wir hier in den Bergen Kurdistans sind.

Diese Berge schützen uns seit über 40 Jahren vor jeglichen Angriffen, so wie sie es auch nun tun. Als Guerilla wissen wir sehr genau, wie wir uns in den Bergen schützen. Tayyip Erdoğan denkt, er könnte die Taktiken von Daesh/dem IS übernehmen und gegen uns auch in den Bergen Kurdistans einsetzen. Aber wir, die Guerilla, haben Erdoğan und seine Horden hier in Ertuş ins Leere laufen lassen und aufgerieben. Bei unseren Angriffsaktionen sterben jedes Mal dutzende türkische Kräfte. Wenn unsere Gefährt*innen von einer Position zur nächsten wechseln, steigen sie über die Leichen der Soldaten. Das ist die Realität des Krieges hier, die jeder und jedem bewusst sein muss. Manchmal fallen auch unsere Freund*innen als Märtyrer*innen, aber jede Freundin und jeder Freund die/der fällt, reißt dutzende Soldaten mit in den Tod. Wir werden siegen.

„DER TÜRKISCHE STAAT WILL IN SÜDKURDISTAN EINDRINGEN“

HPG Guerilla Dilovan Kobanê: Der türkische Staat beweist sein Interesse an kurdischem Land, indem er den Vertrag von Lausanne wieder auf die Tagesordnung setzt. Die türkischen Soldaten in Bashiqa (Südkurdistan/Nordirak), die dort quasi als Besatzungstruppe verbleiben, griffen angeblich Cerablus (Rojava/Nordsyrien) an, um letztlich den türkischen Imperialismus umzusetzen und Land einzunehmen. Nun wollen sie weitere grenzüberschreitende Operationen durchführen. Tayyip Erdoğan ist ein Lügner, der sich selbst für clever hält. Doch unser Widerstand in den Bergen von Ertuş hat gezeigt, wie einfach er doch eigentlich gestrickt ist. Wir als Guerilla der PKK versprechen den Menschen, dass wir die Daesh/IS sympathisierenden Horden Tayyip Erdoğans auf den Müllhaufen der Geschichte verbannen werden.

ANF, 11.10.2016, ISKU

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